Der LOOP Markt Haimhausen

Dieser Kontinent braucht
bessere Supermärkte.

In Deutschland besuchen Menschen Lebensmittelmärkte rund 15 Milliarden Mal im Jahr. Was dabei gebaut wird, sind in der Regel Gebäude, die Rohstoffe verbrauchen, Böden versiegeln und nach zwei Jahrzehnten als Sondermüll enden. Das war lange der Standard. Es muss keiner bleiben.

Der LOOP Markt Haimhausen ist die konsequente Weiterentwicklung: rückbaubar konstruiert, mit geprüften Materialien gebaut, auf Flächen, die nachweislich mehr Artenvielfalt erzeugen als vorgefunden. Der erste Supermarkt Europas, der nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip entsteht - entwickelt von RATISBONA, betrieben von EDEKA Südbayern und der Backstube Wünsche.

Was meinen wir mit LOOP-Märkten?

Mit den LOOP Märkten überträgt RATISBONA das Cradle‑to‑Cradle‑Prinzip konsequent auf Handelsimmobilien.

Ziel ist es, Flächen zu entwickeln, die Materialgesundheit, Kreislauffähigkeit und Artenvielfalt aktiv erzeugen — nachweisbar, nicht behauptet. Gebäude, die gesund sind für die Menschen darin, und Außenanlagen, die über die Grundstücksgrenze hinaus wirken: auf Stadtklima, Ökologie und Lebensqualität.

Das ist das Prinzip der qualitativen Ökonomie: Gebäude, die gesünder, kreislauffähiger und ökologisch wirksamer sind, erzeugen mehr Wert, keinen höheren Preis. Der LOOP Markt Haimhausen ist der erste Standort, der das belegt.

Das Konzept der qualitativen Ökonomie

Rückbaubar

Wer heute baut, entscheidet auch darüber, was in Jahrzehnten auf der Deponie landet. Beim LOOP Markt Haimhausen ist der Rückbau von Anfang an mitgeplant: Design by Disassembly. Lösbare Verbindungen und damit trennbare Baugruppen - jedes Bauteil bleibt nach dem Rückbau ein Baustoff. Der Circularity Passport® Building weist 98 % Demontagefähigkeit und 85 % Trennbarkeit aus (Stand 30.07.2026, vorläufig).

Gesund

Gebäude bestimmen, was Menschen täglich einatmen — und was Materialien nach dem Rückbau im Kreislauf hinterlassen. EPEA by Drees & Sommer hat für den LOOP Markt Haimhausen über 300 Baustoffe auf ihre Inhaltsstoffe analysiert: vollständig, bis auf Substanzebene. Ergebnis: 76 % Materialgesundheit im Circularity Passport® Building. Leimfreie Innenwände und Lehmputz sorgen für ein gesundes Raumklima — und die Zertifizierung als Allergikerfreundliche Handelsimmobilie (AFBA) macht das messbar.

Artenreich

Die Bebauung eines Grundstücks führt in der Regel zu weniger Natur als vorgefunden. Der LOOP Markt Haimhausen kehrt das um: Über 75 % der Gesamtfläche bleiben unversiegelt (Standard bei Handelsimmobilien: rund 25 %). Auf Dach- und Außenflächen entstehen Biotope, die im Landkreis Dachau nahezu verschwunden sind. Das Ziel: rund 80 Arten lokal ansiedeln — mehr als vorgefunden — und das Ergebnis durch KI-gestütztes Monitoring belegbar machen.

Belegbar

Nachhaltige Projektentwicklung lässt sich behaupten oder belegen. Der Circularity Passport® Building macht jede Baugruppe transparent — von der Planung bis zum Rückbau, mit echten Kennzahlen statt Marketing-Versprechen. Auch die Außenanlagen werden laufend kartiert und per KI-gestütztem Monitoring erfasst.

Mit dem LOOP Markt Haimhausen stellen wir die Gesetzmäßigkeiten des konventionellen Bauens auf den Kopf, denn Bauen mit gesunden Materialien und konsequenter Kreislauffähigkeit funktioniert. Die Frage ist längst nicht mehr, ob wir so bauen können - sondern warum wir es nicht überall tun. Sebastian Schels, geschäftsführender Gesellschafter Ratisbona Handelsimmobilien

Materialgesundheit

Allergikerfreundliche Handelsimmobilie

Mehr als 9 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Allergien, dennoch werden viele Gebäude ohne ausreichende Berücksichtigung möglicher Auslöser geplant. Moderne Baustoffe belasten Innenräume mit unsichtbaren Chemikalien — die Schadstoffkonzentration liegt innen im Schnitt zwei- bis fünfmal höher als draußen.

Mit der Zertifizierung durch die AFBA (Allergiefreundliches Bauen, Wohnen und Arbeiten e. V.) setzt der LOOP Markt Haimhausen neue Maßstäbe für gesundes Bauen im Lebensmitteleinzelhandel: eine verbindliche Ausschlussliste für kritische Stoffe, eine systematische Analyse von über 300 eingesetzten Baustoffen durch EPEA by Drees & Sommer sowie eine Raumluftmessung auf VOC-Gesamtbelastung und Formaldehydwerte.

Nachweisprozess

Wie die Materialgesundheit nachgewiesen wird

Der Circularity Passport® Building weist für den LOOP Markt Haimhausen aktuell 76 % Materialgesundheit aus (Stand 30.07.2026, vorläufig) – belegt in vier Schritten:

  • Ausschreibung – Eine verbindliche Ausschlussliste definiert, was im LOOP Markt grundsätzlich nicht verbaut wird.
  • Analyse – EPEA by Drees & Sommer analysiert mehr als 300 eingesetzte Baustoffe systematisch.
  • Messung – Raumluftmessung auf VOC-Gesamtbelastung und Formaldehydwerte.
  • Dokumentation – Der Circularity Passport® Building erfasst die gesamte Materialität des Gebäudes als dauerhaften Nachweis der Materialgesundheit.

Prinzip und Produkte // Gesundheit

Gesundheit im Detail

Überdachter Holzgang mit Blick auf eine begrünte Fassade

Biophiles Design

Biophiles Design übersetzt die menschliche Verbindung zur Natur in gebaute Räume: durch natürliche Materialien, Tageslicht, Sichtbeziehungen ins Grüne und organische Formen. Die Forschung belegt, dass biophil gestaltete Umgebungen Stress reduzieren und das Wohlbefinden der Nutzenden messbar verbessern.

Cradle to Cradle Certified Products Program Siegel

C2C-zertifizierte Produkte

Wo immer technisch und wirtschaftlich verfügbar, kommen Produkte mit C2C-Zertifikat zum Einsatz. Das belegt, dass ein Produkt in seiner chemischen Zusammensetzung vollständig deklariert und für den Materialkreislauf geeignet ist.

Sichtholz-Innenwände aus Brettsperrholz im Rohbau

Sichtholz im Inneren

Das Tragwerk aus Holz bleibt insbesondere in der Bäckerei und in den Lager- und rückwärtigen Funktionsbereichen sichtbar und ersetzt dort konventionelle Ausbau- und Verkleidungsmaterialien. Dadurch werden Materialeinsatz und Ressourcenverbrauch reduziert.

Nahaufnahme einer Steckverbindung in einem Holzbauteil

Leimfreie Innenwände

Die Mehrzahl der Innenwandelemente kommt ohne Leim und formaldehydhaltige Bindemittel aus. In der Bäckerei wird eine Zirbenholzwand eingesetzt – eines der wissenschaftlich am besten belegten Gesundheitsmaterialien im Bauwesen, mit messbarer Wirkung auf Herzfrequenz, Schlaf und Raumluftqualität.

Lehmbauplatte mit Lehmputz, Hand zeigt die Materialstärke

Lehmbauplatten mit Lehmputz

Die Lehmbauplatten schaffen natürliche, emissionsfreie Oberflächen und tragen durch ihre feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften zu einem ausgeglichenen Raumklima bei. Der mineralische Baustoff ist emissionsarm, kreislauffähig und steht für einen bewussten Umgang mit Ressourcen.

Transparenz, Messbarkeit, Steuerbarkeit

Nachhaltige Projektentwicklung lässt sich behaupten oder belegen. Beim LOOP Markt Haimhausen gilt das Zweite. Der Circularity Passport® Building dokumentiert für jede Baugruppe Materialherkunft, Materialgesundheit und Kreislauffähigkeit — als verbindliche Datengrundlage für Planung, Betrieb und Rückbau.

Parallel dazu wird die ökologische Entwicklung der Außenflächen laufend erfasst: Die Landschaftsarchitekten Ohnes & Schwahn kartieren die Arten vor Ort, Hula Earth ergänzt die Feldarbeit durch KI-gestützte Biodiversitätsmessung. Das Außenanlagenkonzept entstand in enger fachlicher Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV), Kreisgruppe Dachau.

Transparenz über das Ergebnis findet sich im Circularity Passport® Building as built, der zur Eröffnung des Markts veröffentlicht wird.

Innovation built in Bayern

Der LOOP Markt Haimhausen erreicht beim Materialherkunft-Wert mehr als das Sechsfache des Durchschnitts von 135 durch EPEA analysierten Vergleichsgebäuden (52 % statt 8 %) und einen mehr als viermal höheren Recyclinganteil bei der Materialverwertung (71 % statt 53 %).

98 %
98 %
Demontagefähigkeit
85 %
85 %
Trennbarkeit
76 %
76 %
Materialgesundheit
75 %
75 %
CO₂-Optimierung (Konstruktion)
52 %
52 %
Materialherkunft (Standard: 8 %)
71 %
71 %
Materialverwertung (Standard: 53 %)

Quelle: EPEA Drees & Sommer, Circularity Passport® Building, Stand 30.07.2026 (vorläufig, exkl. Außenanlagen).

  • 98 % Demontagefähigkeit – Bauteile lassen sich möglichst zerstörungsfrei ausbauen.
  • 85 % Trennbarkeit – Bauteile können in sortenreine Bestandteile oder Recyclingfraktionen zerlegt werden.
  • 52 % Materialherkunft – erfasst, ob Materialien aus Primär- oder Sekundärquellen stammen.
  • 71 % Materialverwertung – bewertet, wie gut Materialien erneut und schadstofffrei in neuen Produkten oder Systemen eingesetzt werden können.

Neue Biotope, mehr Artenvielfalt

Die Außenanlagen

Im Landkreis Dachau existieren heute noch 0,05 % der ursprünglichen Trockenlebensräume - Wiesen und Heiden, die durch intensive Landnutzung nahezu verschwunden sind. Der LOOP Markt Haimhausen reagiert darauf mit einem konkreten Ziel: mehr Tier- und Pflanzenarten ansiedeln, als auf der Fläche vorgefunden wurden. Grundlage ist die Wiederherstellung einer historisch gewachsenen Heide- und Trockenrasenfläche, mit lokalem Saatgut, regional typischen Arten und einer Dachbegrünung, die als Artenreservoir wirkt.

Die Elemente der Außenanlagengestaltung im Überblick

Infografik RATISBONA ECO

Artenvielfalt

Die Habitatflächen sind ein wesentlicher Bestandteil des grundlegenden Bepflanzungskonzeptes. Beiflug und eine vielfältige Bepflanzung sind erwünscht, um die Artenvielfalt zu steigern. Besonders Bodenblüter, also Pflanzen, die direkt am Boden wachsen, Kleintiere wie Käfer und bodennistende Bienen oder Eidechsen finden hier neuen Lebensraum. Dazu gehören Sandinseln, eine Eidechsenburg und Mineralmulch.
Die Blühwiese wird maximal zweimal im Jahr gemäht und soll hoch und bunt wachsen. Der Beiflug von Kräutern und Blumen ist erwünscht und auch erforderlich für die Biodiversität am Standort.

Mikroklima

Mit begrünten Flächen, schattenspendenden Bäumen und einem verdunstungsfähigen Boden kann das Mikroklima rund um die Märkte verbessert werden. So werden Hitzeinseln gemindert, Verdunstung gefördert und die Aufenthaltsqualität gesteigert - ein Plus für Mensch und Umwelt auch an heißen Tagen.
Multitalent Baum
An den Standorten unserer Märkte werden klimafitte, heimische Bäume gepflanzt. Diese Bäume bieten Nahrung und Lebensraum für Vögel, filtern Feinstaub aus der Luft und verbessern somit die Luftqualität. Sie bieten zudem auch wichtigen Schatten.
Regenwasser, das überschüssig ist, wird über das Dach und die Parkflächen in Retentionsbecken abgeleitet. Dort wird es beim Versickern gereinigt, bevor es wieder verdunstet, ins Grundwasser geht, oder bei starken Regenfällen erst wesentlich später in die Kanalisation abgeleitet wird.
Das anfallende Regenwasser wird in Erdmulden gesammelt, über die belebte Oberbodenzone vorgereinigt und im Untergrund versickert.
Das anfallende Regenwasser wird in Erdmulden gesammelt, über die belebte Oberbodenzone vorgereinigt und im Untergrund versickert.
Totholz und insektenfreundliche Bepflanzungen sorgen für mehr Artenvielfalt in der Umgebung des Lebensmittelmarktes.
Hecken, bestehend aus naturnahen und standortgerechten Sträuchern, bieten den Vögeln Schutz, Nistmöglichkeiten und Nahrung in allen vier Jahreszeiten.

Wasserkreislauf

Unter Berücksichtigung des natürlichen Wasserkreislaufs werden die Außenbereiche inklusive der Parkflächen minimal versiegelt und maximal wasserdurchlässig. Versickerung, Verdunstung und Rückhalt statt Kanalisation. Mit Bodenspeichern, Sickermulden und Retentionsflächen wird ein Beitrag zur Schwammstadt von morgen geleistet.
Artenvielfalt
Die Habitatflächen sind ein wesentlicher Bestandteil des grundlegenden Bepflanzungskonzeptes. Beiflug und eine vielfältige Bepflanzung sind erwünscht, um die Artenvielfalt zu steigern. Besonders Bodenblüter, also Pflanzen, die direkt am Boden wachsen, Kleintiere wie Käfer und bodennistende Bienen oder Eidechsen finden hier neuen Lebensraum. Dazu gehören Sandinseln, eine Eidechsenburg und Mineralmulch.
Blühwiese
Die Blühwiese wird maximal zweimal im Jahr gemäht und soll hoch und bunt wachsen. Der Beiflug von Kräutern und Blumen ist erwünscht und auch erforderlich für die Biodiversität am Standort.
Mikroklima
Mit begrünten Flächen, schattenspendenden Bäumen und einem verdunstungsfähigen Boden kann das Mikroklima rund um die Märkte verbessert werden. So werden Hitzeinseln gemindert, Verdunstung gefördert und die Aufenthaltsqualität gesteigert - ein Plus für Mensch und Umwelt auch an heißen Tagen.
Multitalent Baum
An den Standorten unserer Märkte werden klimafitte, heimische Bäume gepflanzt. Diese Bäume bieten Nahrung und Lebensraum für Vögel, filtern Feinstaub aus der Luft und verbessern somit die Luftqualität. Sie bieten zudem auch wichtigen Schatten.
Regenwasser
Regenwasser, das überschüssig ist, wird über das Dach und die Parkflächen in Retentionsbecken abgeleitet. Dort wird es beim Versickern gereinigt, bevor es wieder verdunstet, ins Grundwasser geht, oder bei starken Regenfällen erst wesentlich später in die Kanalisation abgeleitet wird.
Sickermulde
Das anfallende Regenwasser wird in Erdmulden gesammelt, über die belebte Oberbodenzone vorgereinigt und im Untergrund versickert.
Totholz und insektenfreundliche Bepflanzungen
Totholz und insektenfreundliche Bepflanzungen sorgen für mehr Artenvielfalt in der Umgebung des Lebensmittelmarktes
Vogelschutzhecke
Hecken, bestehend aus naturnahen und standortgerechten Sträuchern, bieten den Vögeln Schutz, Nistmöglichkeiten und Nahrung in allen vier Jahreszeiten.
Wasserkreislauf
Unter Berücksichtigung des natürlichen Wasserkreislaufs werden die Außenbereiche inklusive der Parkflächen minimal versiegelt und maximal wasserdurchlässig. Versickerung, Verdunstung und Rückhalt statt Kanalisation. Mit Bodenspeichern, Sickermulden und Retentionsflächen wird ein Beitrag zur Schwammstadt von morgen geleistet.

Projektbeispiele

Außenanlagen im Detail

Mageres Biotop mit Klatschmohn auf nährstoffarmem Sandboden

Startup-Biotop und Artenansiedlung

Der pestizidbelastete Oberboden der früheren Ackerfläche wurde für ein erstes Biotop abgetragen und aufbereitet wiederverwendet. Der darunterliegende nährstoffarme Sandboden bietet genau die kargen Bedingungen, die viele Wildpflanzenarten benötigen – Ziel ist die lokale Ansiedlung von rund 80 Arten.

Begrüntes Kräuterdach mit blühenden Wildpflanzen

Grün- und Kräuterdach

Das begrünte Dach ist besiedelbare Fläche für Wildbienen, Schmetterlinge und Insekten, die im Umfeld des industriellen Ackerlands kaum noch Lebensraum finden. Die Bepflanzung mit heimischen Kräutern und Wildpflanzen schafft gezielt Nahrungsquellen und reguliert zugleich Regenwasser und Mikroklima.

Solarbetriebener Sensor zur digitalen Umweltbeobachtung an einem Baumstamm

Digitale Umweltbeobachtung

Das Startup Hula Earth ergänzt die analoge Kartierung der angesiedelten Arten durch KI-gestützte Messverfahren. Sensoren erfassen die Artenentwicklung am Standort kontinuierlich, die Daten stehen über ein aktuelles Dashboard bereit.

Klimastein im Querschnitt mit Bewuchs auf der Oberseite

Pflasterung mit Klimastein

Der dreischichtig aufgebaute Klimastein lässt Regenwasser dort versickern, wo es fällt, speichert Feuchtigkeit und gibt sie zeitverzögert an die Umgebung ab. Im Sommer erzielt er eine Verdunstungsrate von bis zu 70 Prozent und bleibt dabei bis zu 12 Grad kühler als herkömmliche Beläge.

Retentionsmulde mit Wasserfläche und hohen Gräsern am Standort

Wassermanagement und Schwammstadt

Retentionsmulden und begrünte Flächen verlangsamen den Abfluss bei Starkregen, bevor er die Kanalisation erreicht. Das gespeicherte Wasser steht der Standortvegetation zur Verfügung und kommt damit direkt der Artenvielfalt zugute.

Warum setzt ein Supermarkt auf die Wiederansiedlung eines fast ausgestorbenen Lebensraums?

Die Heiden und Trockenrasen, die den Landkreis Dachau einst prägten, sind durch intensive Landnutzung auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Fläche geschrumpft. Mit ihnen verschwanden spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die anderswo kaum noch Lebensraum finden.
Der LOOP Markt greift das auf: Mit lokalem Saatgut und Heumulchübertragung aus noch erhaltenen Restflächen entsteht bereits während der Bauphase ein erstes Biotop. Das schafft sofort nutzbare Lebensräume — für bodennistende Wildbienen, Eidechsen und weitere standorttypische Arten.

Wie funktioniert die Außenraumgestaltung technisch – und warum gilt sie fachlich als außergewöhnlich?

Die meisten Supermarkt-Außenanlagen sind ökologisch wertlos - zu nährstoffreich für die Arten, die Trockenlebensräume brauchen. Beim LOOP Markt wird deshalb der Oberboden abgetragen und durch nährstoffarmes Substrat ersetzt. Auf dieser Grundlage wechseln sich dicht bepflanzte Flächen mit bewusst offenen, unbewachsenen Stellen ab, beides ist gewollt: Die bepflanzten Bereiche liefern Nahrung und Deckung, die offenen Stellen Keim- und Nistplätze für bodennistende Insekten.
Ergänzt wird das durch ein 1.300 m² großes Extensivdach, das als zusätzliches Artenreservoir wirkt und Saatgut in die Umgebung austrägt. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ist ein vergleichbarer Ansatz nicht dokumentiert.

Welche ökologische Rolle kann ein einziger Marktstandort in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft übernehmen?

In intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften fehlen Rückzugsorte und Verbindungswege für den Austausch zwischen Tier- und Pflanzenpopulationen. Ein einzelner Standort kann diese Lücke nicht schließen, aber er kann ein Ausgangspunkt sein.
Der LOOP Markt bietet Nahrung, Nistplätze und Deckung in einer Umgebung, die das kaum noch hergibt. Das Extensivdach trägt Saatgut in die Umgebung aus. Werden weitere Standorte nach demselben Prinzip entwickelt, entsteht schrittweise ein Netz funktionaler Lebensräume: messbar, dokumentiert, reproduzierbar.

Kostengruppe 400

Technische Gebäudeausstattung

Verschraubte Betonfundamente auf der Baustelle, vor dem Einbau in den Baugrund

Verschraubte Fundamente

Punkt- und Streifenfundamente sind als Fertigteile ausgeführt und miteinander verschraubt. Das erlaubt eine vollständige Demontage ohne Zerstörung des Untergrunds, die Betonelemente bleiben sortenrein und als Sekundärrohstoff verfügbar.

Rückbaubare Bodenplatte mit sichtbaren Fugen zwischen den Betonelementen

Rückbaubare Bodenplatte

Die rückbaufähige Bodenplatte mit Pflanzenkohle verbindet Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Die Elemente lassen sich sortenrein zurückbauen und wiederverwenden, während die enthaltene Pflanzenkohle rund 25 Prozent der Emissionen kompensiert, die bei der Herstellung der Betonplatten entstehen.

Kostengruppe 500

Außenräume

Montage einer Holzständerwand per Hubarbeitsbühne auf der Baustelle

Holzständerwände

Die Holzständerkonstruktion bildet das tragende Gerüst. Trockenbauweise und Schraubverbindungen ermöglichen eine schichtweise Demontage jedes Wandaufbaus.

Nahaufnahme einer Steckverbindung in einem Holzbauteil

Wände mit Steckverbindungen

Die Innenwände bestehen aus mechanisch gefügten Wandaufbauten, sind leimfrei und lassen sich schichtweise demontieren und sortenrein trennen. Materialgesundheit und Rückbaubarkeit bedingen sich hier unmittelbar.

Kostengruppe 600

Inneneinrichtung

Nahaufnahme der hinterlüfteten Holzfassade

Holz-Fassade

Die vorgehängte Holzfassade ist ausschließlich mechanisch befestigt und lässt sich im laufenden Betrieb tauschen oder beim Rückbau vollständig rückgewinnen. Der hinterlüftete Aufbau schützt die Konstruktion und verlängert die Nutzungsdauer.

Zellulosedämmung aus recyceltem Altpapier in zwei Händen

Zellulose-Dämmung

Zellulosedämmung besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Altpapier. Das Material zirkuliert nach Nutzungsende im technischen Kreislauf, ist am Ende des Lebenszyklus aber auch kompostierbar oder erneut stofflich verwertbar.

Unsere Partner

Supermarkt und Lernort

Ein Gebäude, das Schule macht

Der LOOP Markt bleibt nach der Eröffnung als Supermarkt öffentlich zugänglich. In Kooperation mit der Stiftung Märkte fürs Leben werden regelmäßige Führungen angeboten: für Schulklassen, die verstehen wollen, wie Materialkreisläufe in der Praxis aussehen, für Kommunen, die über Nahversorgungskonzepte entscheiden, sowie für Architekturbüros und Investoren.

Presseanfragen

Für Interviewanfragen und Besichtigungstermine auf der Baustelle sowie einer Zusendung von Visualisierungen und Datenmaterial zum Markt wenden Sie sich bitte an:
presse@ratisbona.com

Für Rückfragen speziell zum Projekt LOOP Markt Haimhausen:
Julia Vesenjak, Projektleitung LOOP Haimhausen
T +49 (941) 69840-0
julia.vesenjak@ratisbona.com

Presse & Auszeichnungen

Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Brand Eins, ARD und Welt der Wunder berichten nicht über ein einzelnes Bauprojekt von RATISBONA – sie berichten über das Argument dahinter: dass zirkuläres Bauen im großen Maßstab funktioniert.

  • 1. Allergikerfreundliche Handelsimmobilie (AFBA)
  • DNK-Finalist 2025
  • Bayerischer Klimaschutzpreis
  • Immobilienmanager Award 2025
  • Umweltpreis der Stadt Regensburg 2025